DATEV ist der Standard in der deutschen Steuerberatung. Über 40.000 Steuerberater und Wirtschaftsprüfer arbeiten täglich mit DATEV-Software. Wenn du deinem Steuerberater deine Buchhaltung übergibst, erwartet er in der Regel einen DATEV-kompatiblen Export. In diesem Artikel erfährst du, was der DATEV Buchungsstapel ist, wie er funktioniert und wie du als Kleinunternehmer Zeit und Geld bei der Steuerberatung sparst.
Was ist ein DATEV Buchungsstapel?
Ein DATEV Buchungsstapel (auch "DATEV-Export" oder "Buchungsstapel EXTF" genannt) ist ein standardisiertes Dateiformat, mit dem Buchungsdaten zwischen verschiedenen Buchhaltungsprogrammen und DATEV-Software ausgetauscht werden. Das Format heißt offiziell DATEV-Format EXTF (EXTF steht für "externes Format").
Der Buchungsstapel enthält alle relevanten Informationen zu deinen Geschäftsvorfällen:
- Buchungsdatum und Belegdatum
- Buchungsbetrag (Soll und Haben)
- Kontonummern nach SKR03 oder SKR04
- Buchungstext (z.B. Rechnungsnummer, Kundenname)
- Steuerschlüssel (auch für Kleinunternehmer relevant)
- Belegnummer für die Zuordnung
Wenn dein Steuerberater diese Datei erhält, kann er sie direkt in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen oder DATEV Unternehmen online importieren — ohne manuelles Abtippen.
SKR03 vs. SKR04: Welchen Kontenrahmen brauchst du?
In Deutschland gibt es zwei Standard-Kontenrahmen für die Buchhaltung:
SKR03 (Prozessgliederungsprinzip)
- Der am häufigsten verwendete Kontenrahmen in Deutschland
- Gliedert Konten nach Geschäftsprozessen (Einkauf, Verkauf, etc.)
- Wird von etwa 70% aller Unternehmen genutzt
- Empfehlung: Wenn du unsicher bist, frag deinen Steuerberater — die meisten nutzen SKR03
SKR04 (Abschlussgliederungsprinzip)
- Gliedert Konten nach der Bilanzstruktur
- Wird oft von größeren Unternehmen und Kapitalgesellschaften verwendet
- Etwa 30% der Unternehmen nutzen SKR04
Für Kleinunternehmer ist SKR03 in den meisten Fällen die richtige Wahl. Wichtig: Der Kontenrahmen sollte mit dem übereinstimmen, den dein Steuerberater für dich eingerichtet hat. Im Zweifel kurz nachfragen.
Warum DATEV-Export statt Excel oder PDF?
Viele Kleinunternehmer übergeben ihrem Steuerberater Excel-Listen, PDF-Rechnungen oder sogar Papierbelege. Das funktioniert — kostet aber Zeit und Geld:
Ohne DATEV-Export
- Steuerberater muss jeden Beleg manuell erfassen
- Fehleranfällig durch Tippfehler
- Zeitaufwand: 5-10 Minuten pro Beleg
- Kosten: Du zahlst für jede Buchung einzeln
Mit DATEV-Export
- Steuerberater importiert alle Buchungen mit einem Klick
- Keine manuellen Fehler möglich
- Zeitaufwand: 2 Minuten für den gesamten Monat
- Kosten: Deutlich geringerer Aufwand = niedrigere Rechnung
Bei einem typischen Kleinunternehmer mit 20-30 Buchungen pro Monat kann der Unterschied schnell 50-100 Euro pro Monat ausmachen. Pro Jahr sind das 600-1.200 Euro Ersparnis bei den Steuerberatungskosten.
- KleinBooks erstellt DATEV-konforme Buchungsstapel auf Knopfdruck — dein Steuerberater importiert mit einem Klick
- Kein manuelles Abtippen mehr: automatische Kontierung, korrekte Steuerschlüssel
- SKR03 und SKR04 werden unterstützt — du wählst deinen Kontenrahmen
Was gehört in einen DATEV-Export für Kleinunternehmer?
Als Kleinunternehmer nach §19 UStG hast du eine vereinfachte Buchhaltung. Du musst keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen. Trotzdem braucht dein Steuerberater strukturierte Daten:
Einnahmen (Rechnungen)
- Rechnungsdatum und -nummer
- Kundenname oder Debitorennummer
- Nettobetrag (= Bruttobetrag bei §19)
- Erlöskonto (z.B. 8400 im SKR03 für "Erlöse 0% USt")
Ausgaben (Betriebsausgaben)
- Belegdatum und Belegnummer
- Lieferant oder Kreditorennummer
- Bruttobetrag inkl. gezahlter Vorsteuer
- Aufwandskonto je nach Kategorie (z.B. 4930 für Büromaterial)
Wichtig für Kleinunternehmer: Auch wenn du selbst keine Umsatzsteuer ausweist, zahlst du bei Einkäufen oft Vorsteuer. Diese wird als Teil der Betriebsausgabe gebucht — du kannst sie nicht als Vorsteuer abziehen, aber sie mindert deinen Gewinn.
Wie oft solltest du den DATEV-Export erstellen?
Das hängt von deiner Vereinbarung mit dem Steuerberater ab:
Monatlich
- Empfohlen bei regelmäßigen Buchungen (> 10 pro Monat)
- Dein Steuerberater hat immer aktuelle Zahlen
- Probleme werden schnell erkannt
Quartalsweise
- Passend für Kleinunternehmer mit wenigen Buchungen
- Weniger Aufwand für die Übergabe
- Ausreichend für die meisten §19-Unternehmer
Jährlich
- Nur bei sehr geringem Geschäftsvolumen sinnvoll
- Risiko: Fehler fallen erst spät auf
- Kann zu Stress am Jahresende führen
Unsere Empfehlung: Quartalsweise ist für die meisten Kleinunternehmer der beste Kompromiss zwischen Aufwand und Aktualität.
- Einnahmen und Ausgaben werden automatisch den richtigen DATEV-Konten zugeordnet
- Buchungstexte, Belegnummern und Steuerschlüssel — alles korrekt im EXTF-Format
- Quartalsweise exportieren, Steuerberater happy machen
DATEV Unternehmen online vs. Buchungsstapel
Manche Steuerberater bieten DATEV Unternehmen online an — eine Cloud-Plattform, auf der du Belege hochladen und Buchungen direkt erfassen kannst. Das ist eine Alternative zum klassischen Buchungsstapel-Export.
Vorteile DATEV Unternehmen online
- Direkte Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
- Belegbilder werden automatisch verknüpft
- Echtzeit-Zugriff auf deine Zahlen
Nachteile
- Monatliche Kosten (ca. 15-30 Euro)
- Einarbeitungsaufwand in die DATEV-Oberfläche
- Du bist an DATEV gebunden
Für Kleinunternehmer ist der klassische DATEV Buchungsstapel-Export oft die bessere Wahl: Du bleibst flexibel, zahlst keine monatlichen Gebühren und kannst trotzdem professionell mit deinem Steuerberater zusammenarbeiten.
Wie KleinBooks dir beim DATEV-Export hilft
KleinBooks erstellt DATEV-konforme Buchungsstapel auf Knopfdruck. Alle deine Einnahmen und Ausgaben werden automatisch in das EXTF-Format exportiert — inklusive korrekter Kontonummern, Steuerschlüssel und Buchungstexte.
Das bedeutet für dich:
- Ein Klick: Wähle den Zeitraum, klicke auf "DATEV Export" — fertig.
- SKR03 und SKR04: Du wählst deinen Kontenrahmen, KleinBooks verwendet automatisch die richtigen Konten.
- Automatische Kontierung: Ausgaben werden anhand ihrer Kategorie dem richtigen Aufwandskonto zugeordnet.
- Steuerberater-ready: Die exportierte Datei kann dein Steuerberater direkt in DATEV importieren.
Fazit: DATEV-Export spart Zeit und Geld
Als Kleinunternehmer kannst du mit einem sauberen DATEV-Export deine Steuerberatungskosten deutlich senken. Statt stundenlangem Abtippen kann dein Steuerberater deine Daten in Minuten importieren. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Fehler.
Mit KleinBooks erstellst du DATEV-konforme Buchungsstapel direkt aus deinem WordPress — zusammen mit ZUGFeRD E-Rechnungen, Ausgaben-Tracking und §19 Grenzwert-Tracker. Alles in einem Plugin, einmalig €59.